Zum Menü Informationen für Zum Menü Informationen über Zum Inhalt der der Seite
 
icon1

 

 

Anorganische Kolloide

Die Bezeichnung Kolloid stammt aus dem griechischen und ist aus den zwei Wörtern kolla (Leim) und eidos (Form, Aussehen) zusammen­gesetzt. Kolloidale Systeme bestehen aus fein dispergierten Teilchen mit Durch­messern im sub-µm-Bereich. Obwohl anorganische Kolloide bereits seit Jahr­hunderten genutzt werden, gibt es erst seit einigen Jahr­zehnten die Möglich­keit diese gezielt zu synthetisieren und zu charakterisieren.

Bedingt durch die geringe Größe der Teilchen sind diese nicht mehr mit dem bloßen Auge sichtbar, streuen jedoch Licht (Tyndall-Effekt), weshalb die Partikel­größen­verteilung beispiels­weise mit Licht­streuung ermittelt werden kann. Kolloide besitzen im Verhältnis zu ihrem Volumen eine sehr große Grenz­fläche, weshalb Ober­flächen­effekte deren Eigen­schaften massiv beeinflussen.

Wir beschäftigten uns am Lehrstuhl mit der gesamten für die Anwendung anorganischer Kolloide relevanten Prozess­kette, angefangen von der Synthese und Charakterisierung, über die Modifizierung der Ober­flächen bis hin zur effizienten Dispergierung.

Bei der Synthese steht neben der Größe und der Partikelgrößenverteilung die Kontrolle der Morphologie im Vorder­grund. Ziel ist es möglichst anisometrische Kolloide (z.B. Blättchen mit großem Aspektverhältnis) eventuell sogar mit unterschiedlich chemisch funktionalisierten Ober­flächen zu erhalten. Bei den Materialien konzentrieren wir uns auf Schicht­silicate, CaCO3 und TiO2.

Um eine optimale Dispergierung zu erreichen setzen wir z.T. auch unkonventionelle Methoden wie die Strahl­dispergierung mittels Micro­fluidizer ein. Bei der Ober­flächen­modifikation liegt das Haupt­augenmerk auf der An­passung der Grenz­flächen­spannung und der Kontrolle und Messung der Ladungs­ver­hältnisse (Zeta-Potentiometrie).

 


Projektleiter:
Professor Dr. Josef Breu
Ansprechpartner:
M.Sc. Carina Bojer
B.Sc. Andreas Edenharter
Martin Schieder
Dr. Matthias Stöter

Projektstart: 2004


Lehrstuhl für Anorganische Chemie I, Universität Bayreuth - Universitätsstr. 30, 95440 Bayreuth Disclaimer | Impressum

strich_gruen_grau
strich_gruen_gruen